Ich bin ‘glocal’. Ich habe an mehreren Orten auf der Welt gelebt und mich in vielen der Stationen, die ich passiert habe, mehr oder weniger lokal gefühlt. Dennoch werde ich meist nach meiner Nationalität – Ecuadorianer – beurteilt und identifiziert.

Ich habe in Madrid und London studiert und fühle mich in beiden Städten vollkommen zu Hause. Warum? Wegen der Beziehungen, die ich dort aufbauen konnte. Die Freundschaften, die ich erlebt habe, gaben mir das Gefühl, dazuzugehören – es ist ein familiäres Netzwerk. Wichtig war mir auch der Zugang zu den Aktivitäten, die ich mag, Zugang zur Kultur und Unterhaltung, Zugang zu Vielfalt. Natürlich fühle ich mich auch in Quito, Ecuador, zu Hause. Dort bin ich aufgewachsen und dort lebe ich heute. Solange meine Familie hier lebt, wird sich diese Stadt immer wie ein Zuhause für mich anfühlen.

Wenn ich wählen könnte, würde ich wieder nach Europa zurückkehren und in Madrid oder London leben. In Quito kann ich den Lebensstil, den ich mir wünsche, nicht wirklich verfolgen, und der Mangel an Sicherheit und Schutz wirkt sich hier definitiv negativ auf die Lebensqualität aus. Aber mit meinem ecuadorianischen Pass ist es schwierig, eine Arbeitserlaubnis und eine Genehmigung für Europa zu bekommen. Einmal wurde mir sogar ein Touristenvisum für Großbritannien verweigert.

Diese Einschränkungen bestärken mich noch mehr in der Bedeutung des Konzepts des ‘Glocal’.

– Valeria

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